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Inklusives Apartment-Haus in der Krakauer Straße: Einweihung mit Festgottesdienst im Dom

Aus der Stadt
  • Erstellt: 13.05.2022 / 08:01 Uhr von eb
Im Februar 2019 war Spatenstich, im Februar 2021 war Einzug und am 15. Mai ist nun endlich die Einweihung des inklusiven Apartmenthauses der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in der Krakauer Straße. Die wird unter anderem mit einem Festgottesdienst im Brandenburger Dom begangen. In dem zweigeschossigen Wohngebäude in Hausnummer 55-56 leben 31 Mieter, die teilweise jahrzehntelang auf dem Gelände der heutigen Asklepios-Klinik gewohnt haben. Im zweiten Geschoss stehen 13 Wohnungen zur Verfügung, die frei vermietet sind.

„Wir haben uns seit Gründung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal immer darum bemüht, dass Menschen ein ordentliches Dach über dem Kopf haben“, sagte Geschäftsführer Martin Wulff anlässlich des Einzuges vor gut einem Jahr. „Wir möchten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Landesklinik Brandenburg genauso leben, wohnen und arbeiten können, wie es für jede und jeden von uns völlig normal ist.“ 
 
Mit dem Gebäude in zentraler Lage ist dies nun für Menschen möglich, die nur selten das Klinikgelände verlassen konnten. Es war schwer eigenen Interessen nachzugehen. Manche von ihnen sind selten bis nie mit einem öffentlichen Bus gefahren oder haben einen Friseursalon von innen gesehen. Einfach mal einen Kaffee in der Bäckerei um die Ecke trinken – das gab es nicht. Jetzt ist es alltäglich. 
 
Das Innenleben des Gebäudes ist durchgängig barrierearm. Einige Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Lichtschalter und Türknaufe sind in 85 Zentimetern Höhe angebracht. Im ganzen Haus gibt es keine Schwelle. Die Duschen sind bodengleich, in jedem Bad gibt es mindestens 1,50 Meter freien Bewegungsspielraum in jede Richtung. Jede Tür ist so breit, dass ein Rollstuhl hindurch passt.
 
Der Festgottesdienst mit der Kantate  „Gemeinschaft verwirklichen“ beginnt um 10.30 Uhr im Dom. gegen 12.15 folgt dann die Einweihung in der Krakauer Straße 55-56.

Bilder

Im Gebäude wechseln sich großzügige Gemeinschaftsräume mit Küchen und Nischen sowie gemeinsame Balkone ab. Damit das 66 Meter lange Haus nicht wie eine Mietkaserne aussieht, wurde die Fassade mit waagerechten und senkrechten Aufbrüchen sowie versetzten Elementen aufgelockert. Foto: Rüdiger Böhme
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