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Leserbrief: Rettung einer wertvollen Orgel vor dem Brexit!

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Leserbriefe

Erstellt: 03.03.2019 / 10:14 von Jochen Nöhles

Die Erleichterung war dem Pfarrer Matthias Patzelt deutlich anzumerken, als ihn die glückliche Nachricht seiner Fachleute aus England am Dienstag  ereilte. Die beliebte und belebte katholische Pfarrkirche und ihre Gemeinde hl. Dreifaltigkeit,unweit des St.Annencenters in der Neustädtischen Heidestraße 25 in Brandenburg an der Havel, soll in Zukunft endlich eine neue Orgel erhalten. Aber nicht irgendeine: Sondern ein englisches “gebrauchtes” Instrument mit romantisch-symphonischem Klangbild, welches...

... als technischer Neubau nach Maßgaben des Organisten Herrn Nöhles konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen Gembaczka begleitet wird. Für den Orchestral- und Kathedralsound werden die Orgelpfeifen des Instrumentes in einem eigens dafür vorgesehenen Generalschweller geplant und soll umgeben werden von Prospektpfeifen und einem neuen massiven Orgelgehäuse. Orgelbaumeister Oliver Schulte, von der berühmten Orgelbaufirma Schulte aus dem Bergischen Land (NRW), welcher auf Orgeln aus dem englischen und angloamerikanischen Raum hochspezialisiert ist, wurde der Orgelbauauftrag in Zukunft in Aussicht gestellt.

Buchstäblich in “letzter Minute” fand Herr Schulte ein Instrument aus dem englischen Woking, nahe Londons, das dem erarbeiteten Konzept zumindest sehr Nahe kam. Um nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen, entschlossen sich der Organist und damals gelernte Orgelbauer (im heutigen Beruf als Polizist tätig) Herr Nöhles, der Orgelsachverständige des Erzbistum Berlin, Herr Norbert Gembaczka, Orgelbaumeister Oliver Schulte und einer Orgelbauerin aus seinem Team kurzfristig nach Woking zu reisen. "Die Untersuchung des dortigen Instrumentes in der Christchurchgemeinde übertraf unsere Erwartungen erheblich", sagt Gembaczka. Es handelt sich um ein Instrument der renomierten englischen Orgelbaufirma Alfred Hunter aus dem Jahre 1909. “Dieses Instrument entspricht ausnahmslos dem erarbeiteten Konzept und Vorstellungen! Das Pfeifenmaterial ist, wie in England üblich, von äußerst hoher Qualität und in sich schlüssig, sodass daraus ein technisches und anschließend neuwertiges Instrument auf höchstem Niveau geschaffen wird. Die facettenreichen Klangfarben und der außergewöhnliche Charm der Hunter-Orgel, ist nicht annähernd mit einheimischen Instrumenten vergleichbar", freuen sich Nöhles und Gembaczka. Nach der zweitägigen Exkursion wurde daher die “Rettung” dieser Orgel im Auftrag der Brandenburger Gemeinde noch vor Ort vollzogen. Damit die Gemeinde sich das Instrument unabhängig vom Baubeginn sichern kann, wurde die Maßnahme für den Abbau und die gesamte Logistik samt Einlagerung bei Orgelbau Schulte in Bergisch Gladbach noch vor Ort beschlossen." Das ist gut, dass wir zeitnah reagiert haben, um dem möglicherweise drohenden Brexitdilemma zu entgehen", ist sich Orgelbaumeister Schulte sicher, der auch Member of BDO, GDO, ISO, Rotary RC Leverkusen ist. Viele Leute und Gemeindemitglieder konnten sich bei den vergangenen Orgelfahrten nach Berlin, im Institut St. Afra und Phillip Neri unter der Leitung von Herrn Nöhles davon überzeugen, was der Klang eines romantisch-symphonischen englischen Instrumentes ausnahmslos bietet. Als weitere Besonderheit ist zu erwähnen, dass die neuen Kirchenfenster in Dreifaltigkeit auch aus England stammen und zwar von dem bekannten Künstler Namens Graham Jones, der die Bilder der Schöpfung zeigt. ”Die englischen Fenster in Verbindung mit der neuen englischen Hunter-Orgel sind ein wahres Geschenk Gottes”, verrät Pfarrer Patzelt, “Ein Spiegelbild der Gemeinde!”

Der Weg zur neuen Orgel
In den letzten Jahren klagten unsere Organisten zunehmend über den Zustand der Notbehelfsorgel aus dem Jahr 1968. Massiver Schmutz, ihre Spielbarkeit, technische Defekte und ihren unbefriedigenden neobarocken Klang, alles entstanden aus einem Irrweg der 60er Jahre und keinerlei Variationsmöglichkeiten. Im Jahr 2017 waren sich Experten einig, dass eine Restauration oder gar Erweiterung des vorhandenen Notbehelfsinstrumentes keinesfalls finanziell, noch musikalisch und liturgisch verantwortbar ist. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbes im August 2018 wurden drei namhafte Orgelbaufirmen um die Abgabe von Vorschlägen zum Bau einer neuen Orgel aus gebrauchtem Bestand gebeten, unter einheitlichen Maßgaben von Herrn Nöhles in Zusammenarbeit mit Herrn Gembaczka,dem Orgelsachverständigen. Die eingegangenen Vorschläge endeten schließlich in konkreten Angeboten, dass die Entscheidungen der Gremien für das Projekt mit der englischen Orgel ausfielen; zudem war auch der Preis maßgebend. Da englische Orgeln äußerst begehrt sind, aber in nur seltenen Fällen auf den jeweiligen neuen Raum passen, wie in unserem Glücksfall, wurde der Vorabkauf (unabhängig vom eigentlichen Bauauftrag und Baubeginn) eines solchen Instrumentes zeitnah angestrebt. Diese hochwertigen Antiquaren Instrumente, werden meist aufgrund von rasanten Kirchenschließungen veräußert und würden im Extremfall tatsächlich Verschrottet werden.

Die Suche nach Mitstreitern
Die erste Hürde ist also überwunden und das Instrument wird Eigentum der Gemeinde ”Heilige Dreifaltigkeit”.

Die zweite und letzte Hürde besteht darin, die finanziellen Gesamtmittel in Höhe von 230.000 EUR für den technischen Neubau zu realisieren. Dazu wird in Angriff genommen, verschiedene Stiftungen und andere Geldgeber und auch die Politik als Unterstützer zu gewinnen. Im Vorjahr hieß es vom katholischen Erzbistum, an dem Vorhaben festhalten zu wollen, den Standort Brandenburg und die katholische Kirchenmusik zu Stärken.

Also ein Ansporn an uns alle, das Projekt zügig umzusetzen!
Der Finanzierungsplan soll bis zum Sommer 2019 stehen. Zielsetzung zur Fertigstellung des Instrumentes ist in jedem Fall zum 175-jährigen Jubiläum der Kirche in 2026. Allen mitstreitenden Personen die ihr Mitstreiten schon jetzt zum Ausdruck bringen wollen, haben die Möglichkeit, die unten stehende Bankverbindung des Bauvereins zu nutzen,oder sogar auch Mitglied des Bauvereins zu werden. Ein großer Dank sei an dieser Stelle bereits ausgesprochen!

Bau- und Förderverein der Katholischen Kirchengemeinde HL. Dreifaltigkeit in Brandenburg Havel
Bankverbindung: Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam
IBAN: DE87 1605 0000 3601 0203 93
BIC: WELADED1PMB
Verwendungszweck: Orgelprojekt

Möchten Sie noch mehrere Details erfahren und wünschen weitere Informationen über das Projekt?
SIE ALLE sind herzlichst zur Versammlung am Sonntag den 10.3.2019 um 18 Uhr im Gemeindesaal der “Heiligen Dreifaltigkeit” eingeladen!

Der Pfarrer Matthias Patzelt, Organist und ehem. Orgelbauer Herr Nöhles und der Orgelsachverständige Herr Gembaczka,stehen Ihnen nach einem ca. 45-60-minütigen Vortrag Rede und Antwort!

Dieser Artikel wurde bereits 1984 mal aufgerufen.

Bilder


  • An der Frontseite der Hunter-Orgel (v.l.) OSV Gembaczka, KM Jochen Noehles, OBM Schulte, Orgelbauerin aus dem Schulte-Team.

  • Rechte Seite des Orgelprospektes

  • Registerzüge linke Seite, mit Bezeichnung der Klangfarben

  • Vorderansicht

  • OSV Gembaczka zwischen der Röhrenpneumatik und dem riesigen Schwellkasten

Bitte beachten: Meldungen in der Rubrik "Leserbriefe" geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers. Einsendungen sind unter [info@meetingpoint-brandenburg.de] möglich.


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Kommentare (8)

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narf schrieb um 03:55 Uhr am 05.03.2019:

@Franz Breuer

Danke für den interessanten Link.

WahrheitOderGeschichte schrieb um 23:00 Uhr am 03.03.2019:

Tolle Sache!
Könnten in diesem Zuge nicht auch in Berlin im Reichstagsgebäude die vielen großen und kleinen Pfeifen ausgetauscht werden? Da wird es auch zeit für frischen Wind und eine neue Melodie...

Jochen Noehles schrieb um 13:43 Uhr am 03.03.2019:

Sehr geehrter Herr Breuer, ein Widerspruch ist dies nicht.Ich erkläre Ihnen auch warum:
In GB oder auch in den USA werden Kirchengebäude aus den verschiedensten Gründen geschlossen oder anderweitig benötigt.Die Instrumente sind auch dort sehr begehrt,natürlich!Nur gibt es dort in vielen Fällen eine Umstrukturierung,sodass ein solches Instrument nicht mehr seinen Nutzen erfüllen kann.Und da es in GB und auch in den USA mittlerweile mehr Instrumente auf dem Markt als Nutzer gibt,müssen diese Instrumente, egal in welcher Form den Gebäuden weichen.In ganz Europa, vorallem in Deutschland sind diese Orgeln daher sowohl in Kirchengebäuden als auch in Konzertsäälen sehr geschätzt und spricht diejenigen an,die sich aus verschiedenen Gründen kein gänzlich neu erstelltes Instrument vorstellen können.
Und im Übrigen: Auch Muslime können sich für so etwas begeistern,da kenne ich mittlerweile so einige!

Elmar und Silke haben es richtig erkannt: Es ist nicht nur ein Stück Kultur,sondern es hilft anderen Gemeinden enorm bei der Füllung einer ganz großen Lücke innerhalb des musikalischen Gemeindelebens und stellt darüber hinaus sogar noch eine enorme Bereicherung der Instrumentenlandschaft dar :) Beispiel: Wenn ich den Sekretär aus dem Jahre 1820 aufgrund einer eventuell plötzlichen und zügigen Umstrukturierung nirgend wo mehr untergebracht bekomme,bleibt mir als letztes Mittel keine andere Wahl, als diesen tatsächlich traurigerweise der "Entsorgung" zukommen zu lassen.

Silke schrieb um 13:14 Uhr am 03.03.2019:

Eine wirklich schöne Aktion! Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung. Selbst ich als Atheistin freue mich über so eine Nachricht, ist es doch ein Stück Kultur das gerettet wird und hier der Gemeinde hilft. Besser gehts nicht.

Jochen Noehles schrieb um 12:46 Uhr am 03.03.2019:

Zusatz: Wenn bei Ihnen tatsächlich Panik ausgelöst wurde,dann bedauere ich dies sehr. Ich kann sie jedoch beruhigen: Eine Orgel aus England strahlt keine Panik aus,sondern Ruhe,Ausgeglichenheit,Vielfalt und einen ganz warmen, wohltuenden Klang, der Sie in einen entspannten und lieblich-harmonischen Zustand versetzen wird, wie ein Glas "Chapel Down Rose", der Wein kommt übrigens auch aus England , also völlig Tiefenentspannt.

Jochen Noehles schrieb um 11:56 Uhr am 03.03.2019:

Lieber User"nachdenklich" :) Ob der Brexit nun kommt,oder nicht: WIR können es gar nicht verhindern,auch wenn wir wollten!Sollte das Dilemma dennoch eintreten,was wir nicht hoffen,wäre es vermutlich auch höchst problematisch,ein Musikinstrument aus England zu beschaffen.Beim aufmerksamen Lesen, vermittelt dieser Artikel genau dies und nichts anderes.

nachdenklich schrieb um 11:38 Uhr am 03.03.2019:

>>Leserbrief: Rettung einer wertvollen Orgel vor dem Brexit!<<

Rettung vor dem Brexit? Hier wird nur unnötig Panik verbreitet. Vor der „Europäischen Zwangsvereinigung“, über die wir Deutsche niemals abstimmen durften, aber deren negative Folgen (Sparerenteignung, Glyphosatzwang durch die EU- Kommission, Personalausweisgesetze zum Nachteil des Bürgers, Medikamentenbetrug am Patienten etc.) ertragen mussten und müssen, wird sich für uns danach nicht viel ändern.

Die Multinationalen Konzerne, die ihre Produkte in verschiedenen Billigstandorten in Europa etappenweise produzieren lassen, werden Profiteinbußen haben. Da fallen dann die Krokodilstränen.
Man kann dann halt weniger Obsoleszenzprodukte herstellen, die den Bürger benachteiligen.
Britisches Rindfleisch muss dann auch wieder als solches gekennzeichnet werden.
Auch der Kriminalität wird ein gewisser Flächenanteil entzogen

Warum eine Orgel vor dem Brexit gerettet wird, wird mir sowieso nicht ganz klar.

Elmar L schrieb um 11:33 Uhr am 03.03.2019:

Eine sehr exklusive Unternehmung!Wird in jedem Fall für die gesamte ostdeutsche Orgellandschaft eine absolute Bereicherung sein, WOW!Da darf man sich schon jetzt drauf freuen und wünsche schnelles vorankommen, Gruß Elmar