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fckupN8 #1: SATU über tschechische Backpfeifen, einen Polizeiwagen und die erfüllende Arbeit mit Kindern

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Stadtgeschehen

Erstellt: 09.11.2019 / 11:45 von cg1

Im ausverkauften Raumquartier in der Packhofstraße berichteten gestern Achim Schulz (brachte das Klima-Bike mit auf den Markt), Sebastian Kopke (berichtete von tschechischen Verständigungsformen und warum ihn nachts mal ein Polizist mit Blaulicht überholte und anhielt), Lars Schulze (er sagt, dass die Blockchain-Technologie uns mindestens so verändern wird wie das Internet) und Jan Martin (arbeitet gerade an einem potentiellen Powerpoint-Killer) von ihren Werdegängen, von Höhen und Tiefen und was passiert, wenn einen der eigene Körper stoppt.

Sebastian Kopke, den Brandenburgern auch als SATU bekannt, lieferte dabei die wohl emotionalsten Momente des Abends. Er berichtete aufrichtig und ehrlich, wie am Anfang das Business immer schneller wuchs, wie zur Tiefbau-Arbeit der Personenschutz kam, er zwischenzeitlich auf einem Campingplatz lebte um Geld zu sparen und er im ersten wesentlichen Zwischenschritt eine Autoreinigung in der Havelstadt eröffnete, die schnell wuchs und Erfolg hatte. Doch wer SATU kennt der weiß, "Geld ist nicht alles" und so schaute er sich nach neuen Projekten um, denn der Spaß müsse stimmen. Er legte dabei so schnell Firma um Firma nach, dass Tobias Borchers als Gesprächspartner kaum mitzählen konnte. Hinzu kam nämlich der Messebau, dann die Firma zur Montage von genormten Fertigteilen ("Das hat doll gescheppert"), ein Industriekletterschein und eine militärische Ausbildung in Tschechien ("Ich mag die Art da, dort kann man sich auch mit Backpfeifen verständigen. Das geht hier in Deutschland nicht mehr so, da fühlen sich manche gleich angegriffen.")

Ganz nebenbei wurde auch die Kampfsportmarke SATU immer größer, er lieferte Auftritte beim Supertalent, TV Total, Rekordshows und in der Türkei ab - jeder wollte den Brandenburger Riesen sehen, der mit dem Speer am Hals Fahrzeuge schiebt oder mit dem Kopf Steine zerschlägt. Klar, dass eine neue Firma für den Verkauf von Merchadising-Artikeln gegründet wurde.

Mitspielen wollte nur einer nicht mehr: Kopkes Körper. "Ich bin zum Arzt und fühlte mich etwas unwohl. Da ich 15 Jahre nicht erkältet war, dachte ich erst, so fühlt sich Männerschnupfen an", grinst Kopke. Die Ärztin sah das anders, wollte Kopke sofort in die Klinik bringen lassen. Tenor: akuter Burn Out. Bei ihm würden gerade die letzten Lichter flackern, wurde ihm signalisiert. Kopke reagierte gewohnt pragmatisch, wollte den Termin um 6 Wochen verschieben: "Heute passt mir das nicht, ich habe noch so viel vor." Nach zähen Verhandlungen durfte er gehen, versprach den Tag ruhig angehen zu lassen. Er nutzte seine Kontakte und überstand die Burnout-Phase, weil er intensiv mit vier Ärzten zusammenarbeitete. Hier wurde Kopke geerdet, er trennte sich von mehreren Firmen und fokussierte sich neu.

Erfüllt habe ihn dann besonders die Arbeit mit aggressiven Kindern die psychische Beinträchtigungen haben. 
Doch dort kassierte er für ein seiner Aussage nach "tolles Projekt" eine Abmahnung, da war für den gradlinigen Kampfsportler klar: "Wenn ich die für eine Sache bekomme, von der ich fest überzeugt bin, dann passen wir nicht mehr zusammen." Jetzt betreut er als Koordinator das Kick-Projekt beim Stadtsportbund, engagiert sich an Schulen mit Gewaltpräventionsprojekten und gibt u.a. kostenfreies Training. Dabei ergeben sich dann auch für Kopke immer wieder Gänsehautmomente, z.B. als quer durch einen Brandenburger Baumarkt ein lauter Ruf schallt. Der junge Mann aus einem der o.g. Projekte dankte SATU, dafür "dass du aus mir einen normalen Menschen gemacht hast, der mit normalen Menschen zusammenarbeiten kann." Einzelfall? Nein. "Nachts überholte mich mal ein Streifenwagen mit Blaulicht. Ich wusste gar nicht was los war. Der Polizist schaute in den Wagen und fragte, ob jener SATU sein." Typisch Kopke, verwies dieser auf den Wagenbeschreibung und entgegnete "Glückwunsch, du kannst lesen." Der Polizist nahm das mit Humor ließ Kopke wissen: "Ich wollte mich aufrichtig bei Ihnen bedanken. Wären Sie nicht gewesen, würde ich jetzt hinten im Streifenwagen sitzen und nicht vorn."
SATU hatte den damaligen Schüler in einem Projekt betreut. Die Teilnahme war für diesen Voraussetzung, damit er an der Schule bleiben dürfe. Die Botschaften wirkten: Er wiederholte die zehnte Klasse zweimal (das zweite Mal auf eigenen Wunsch um die Leistung zu verbessern) und bewarb sich später bei der Polizei. "Das macht glücklich", gibt Kopke zu. Sein Interviewpartner Tobias Borchers lobte ihn als "gute Seele der Stadt."

Die weiteren Redner des Abends werden ein eigenen Artikeln vorgestellt.

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Bilder


  • SATU, Lars Schulze, Achim Schulz und Jan Martin: Die vier Redner des Abends mit Moderator Tobi Borchers (v.l.)


  • SATU mit WJ-Kreissprecherin Stefanie Rinkenbach



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Kommentare (2)

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Jan‘s Mutti schrieb um 10:05 Uhr am 10.11.2019:

Ein Mann wie ein Kraftwerk, welches alles in seiner Umgebung in positive Energie umwandelt und innerhalb von Minuten den Raum mit seiner Herzenswärme erfüllt.
Danke dass du dich so für unsere Kinder engagierst.
Das kommt letztendlich uns allen zu gute!
Vielleicht kommt es ja noch, aber für mich hast du die Ehrenbürgerschaft unserer Stadt verdient.

Bine schrieb um 16:58 Uhr am 09.11.2019:

Gelacht hab ich hier (bester Satz ever!):
"Ich mag die Art da, dort kann man sich auch mit Backpfeifen verständigen. Das geht hier in Deutschland nicht mehr so, da fühlen sich manche gleich angegriffen."

Einen Kloß im Hals hatte ich hier:
Ich wollte mich aufrichtig bei Ihnen bedanken. Wären Sie nicht gewesen, würde ich jetzt hinten im Streifenwagen sitzen und nicht vorn."

SATU, DANKE für deine Arbeit in dieser Stadt!